Archiv der Kategorie 'Tourismus'

EM Schmidt und Trix Meier

Von China lernen, heißt benamsen lernen

Auf dem Weg nach Lugano

Das Flugzeug verfügt über moderne, besonders leise und schadstoffarme Triebwerke.

Na dann, liebe überbezahlte Profisportler, guten Flug! Und die über 30-Jährigen: Aufpassen! Tut euch beim Aussteigen keine Knöchelbänderverletzung zuziehen, ja?

An der Euro

Einigen neulich hier schon mal aufgefallen, jetzt nochmal:

Der erste Europameister der Geschichte ist an der Euro ein Geheimfavorit – dank holländischem Support.

Stelle hiermit sicherheitshalber den Antrag, die putzige Formulierung An der EM auch in Germano-Teutonien stolz und sprachenbewusst beizeiten verwenden zu dürfen. (Man weiß ja nicht, wie Schweizer sich so haben mit ureigensten Dingen wie zum Beispiel ihrer Sprache.)

Mein schönstes Ferienerlebnis: Sporthemden

Es waren warme Tage. In Deutschland hätte der Blödboulevard vermutlich die nächste katastrophale Hitzewelle ausgemacht, hier jedoch sind die Eingeborenen im Allgemeinen so verwöhnt, dass sie Temperaturen mit einer Zwei auf der Zehnerstelle immer noch leicht verärgert mit Windjacken und verschränkten Armen quittieren. Die wenigen Urlauber freut es, sie entkleiden sich so gut wie möglich. Ihre Käse-Extremitäten kontrastieren in ihrer Farblosigkeit mit üppig-mediterran kolorierter Architektur und Pflanzenwelt. Einige scheinen den Mode-Missstand unbewusst zu bemerken, sie schmücken sich also mit Fußballtrikots.

So kommt es dazu, dass mir in Spanien eine Gruppe Niederländer mit Milan-Trikots angeheitert zubrüllt, in welcher Bar sie abends den Kantersieg des glorreichen FC Liverpool mit lokalen Alkoholika gebührend feiern wollen. Ich sehe Engländer, die ihren Kindern zwar gönnerhaft Billig-Barca-Basecaps spendieren, ansonsten aber dem wissbegierigen Nachwuchs standhaft jegliche Auskunft zu den kommenden Europameisterschaften verweigern. Ein Schwarm polnischer Animateurinnen wird irgendwann auf die Niederländer aufmerksam und verspricht, diverse Hektoliter tschechisches Bier für die After-Game-Party zu organisieren. Als das Thema Fußball mal am Frühstücksnebentisch aufkommt, meint der französischstämmige Kellner erwähnen zu müssen, dass zwei der Köche aus Österreich stammen. Daraufhin fängt er an zu lachen.

Real- und Barca-Devotionalien verstopfen jeden dritten Laden, in einem abwegigen Fischerdörfchen habe ich drei Ständer (!) mit NBA-Schweissbändern (!!) von allen Teams (!!!) in je zwei Farben (!!!!) gefunden. Weil ich ganz früh ganz vorne sitze, kann ich sehen, dass etwa 80 Prozent der männlichen Reisenden im Flugzeug einen umsonstene Sportbild abgreifen. Der letzte Fluggast hat sich in ein Auswärts-Ribery gezwängt. Bei einer Stichprobe gerate ich ins Staunen: Ein halbgroßer Strandladen hat die Nationaltrikots etwas mehr als der Hälfte der EM-Teams im Angebot. Freicocktailbedingte Überlegungen, spaßeshalber in ein günstiges Deutschlandleibchen zu schlüpfen, unterbindet eine mit mir verheiratete Modefachfrau mit dem stirnberunzelten Hinweis: „Weiß auf weiß, das geht gar nicht.“

Immerhin weiß ich jetzt, was diese vielen jungen Asiaten so den ganzen Tag machen.

Noch zwei Monate

Eine tolle Idee wäre doch auch, die übrige Zeit bis zum Beginn der Europameisterschaft von einem so genannten Counter automatisch herunterzählen zu lassen – gerne in Tagen, Stunden, Minuten, Sekunden und Hundertstel aufgeschlüsselt – und diesen Countdown dann auf Internetseiten an prominenter Stelle einzubinden und somit die allgemeine Vorfieberfreude anzufachen. Das wäre doch mal was. Sollte man mal drüber nachdenken.

Aber statt störendem Gehirn-Stretching zum Wochenwarmmachen hier lieber dreierlei Querverweise:

I EM-Mode, präsentiert von irgendwie an Stangen befestigten Frauen.
II Historisches von der Akademie
III Fünf weitere Gründe, sich über die Nichtteilnahme Englands nicht über die Maßen zu ärgern

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