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Volley ins Kreuzeck

Jetzt weiß die Menschheit auch, warum die Niederlande ausscheiden musste: Tiere volley ins Kreuzeck donnern und eine orangefarbenes Nicki – das kann im Sinne des Fairplays dauerhaft nicht gut gehen.

Das Gesetz der Reihe

Portugal stand nach dem zweiten Vorrundenspieltag als Sieger der Gruppe A fest. Sie schonten im bedeutungslosen dritten Spiel einen Großteil der Stammspieler. Im Viertelfinale schieden sie verdient gegen den Zweiten der Gruppe B, Deutschland, aus. Sie konnten in keiner Phase an die guten Leistungen der Vorrunde anknüpfen.

Kroatien stand nach dem zweiten Vorrundenspieltag als Sieger der Gruppe B fest. Sie schonten im bedeutungslosen dritten Spiel einen Großteil der Stammspieler. Im Viertelfinale schieden sie verdient gegen den Zweiten der Gruppe A, Türkei, aus. Sie konnten in keiner Phase an die guten Leistungen der Vorrunde anknüpfen.

Die Niederlande stand nach dem zweiten Vorrundenspieltag als Sieger der Gruppe C fest. Sie schonten im bedeutungslosen dritten Spiel einen Großteil der Stammspieler. Im Viertelfinale schieden sie verdient gegen den Zweiten der Gruppe D, Russland, aus. Sie konnten in keiner Phase an die guten Leistungen der Vorrunde anknüpfen.

Morgen spielt Spanien gegen Italien. Spanien stand nach dem zweiten Vorrundenspieltag als Sieger der Gruppe D fest. Sie schonten im bedeutungslosen dritten Spiel einen Großteil der Stammspieler.

Eins aus drei

Für einen freien Stuhl nach Jerusalem gibt es noch drei Kandidaten.

Frankreich und Italien haben es nicht mehr selbst in der Hand, ob sie morgen früh noch bei der EM dabei sind oder nicht. Die Niederlande ist bereits sicher als Gruppenerster für das Viertelfinale qualifiziert und wird gegen Rumänien nicht mit der Top-Elf auflaufen. Ein spannender Abend deutet sich also an.

Team Sp. Tordiff. Pkt.
Niederlande 2 7:1 6
Rumänien 2 1:1 2
Italien 2 1:4 1
Frankreich 2 1:4 1

Spielen wir mal das Quiz: „Was wäre wenn…“.

Fall 1: Gewinnt die Niederlande heute 3:0 gegen Rumänien und Italien kommt gegen Frankreich nur zu einem 0:0, haben Rumänien, Italien und Frankreich jeweils 2 Punkte und 1:4 Tore. Wer kommt weiter? Und warum?

Fall 2: Gewinnt Rumänien heute gegen die Niederlande und Italien kommt gegen Frankreich nur zu einem Unentschieden, ist Rumänien weiter, aber Italien und Frankreich haben beide jeweils 2 Punkte und die gleiche Tordifferenz bei gleichviel geschossenen Toren. Was passiert nach dem Abpfiff Italien gegen Frankreich? Und warum?

Die Antworten erscheinen, wenn Ihr den folgenden versteckten Text markiert.

[Start]

Fall 1: Italien kommt weiter. Frankreich hat im direkten Vergleich der drei Teams kein Tor erzielt, fällt also als erstes raus. Im Vergleich zwischen Italien und Rumänien muss man bis zum UEFA-Koeffizienten gehen, um eine Entscheidung zu haben. Italien hat als Koeffizienten der letzten WM- und EM-Qualifikation einen Wert von 2,364, während Rumänien nur 2,25 Punkte hat und demnach ausscheiden müsste.

Fall 2: Nach dem Abpfiff gäbe es trotz des Ausscheidens beider Teams ein Elfmeterschießen, da laut UEFA ein eindeutiger dritter Platz vergeben werden muss. Die Begeisterung der Mannschaften, so ein bedeutungsloses Elfmeterduell durchzuführen, kann man sich vorstellen.

[Ende]

„Der stand doch meilenweit im Abseits!“

Nein, stand er nicht.

Als Ruud Van Nistelrooy gestern abend seinen Fuß in den Weitschuss von Wesley Sneijder hielt, war er der letzte Angreifer vor dem gegnerischen Torwart. Die Innenverteidiger Materazzi und Barzagli waren in der Annahme rausgerückt, Van Nistelrooy in die Abseitsfalle tappen zu lassen.
Aber: Die Szene hatte mit einem Freistoß auf den langen Pfosten begonnen. Raphael van der Vaart zirkelte den Ball in Richtung Dirk Kuyt, der aber durch die Faustabwehr von Gianluigi Buffon den Ball nicht erreichen konnte. Buffon traf bei seinem Sprung zum Ball aber den italienischen Außenverteidiger Christian Panucci, so dass der vermeintlich verletzt hinter der eigenen Torauslinie liegenblieb. Das Spiel lief unterdessen weiter und der Ball wurde auf Wesley Sneijder zurückgelegt. Seinen flachen Torschuss lenkte van Nistelrooy mit der Fußspitze ab und traf somit zum völlig regelkonformen 1:0 für die Niederlande.

Millionen Fußballfans, darunter auch prominente Namen wie Günter Netzer und Roberto Donadoni, sind seit gestern abend um das Wissen einer Fußballregel reicher.

Verlässt ein Spieler der verteidigenden Mannschaft das Feld über die eigene Torauslinie, wird er bei einer möglichen Abseitsstellung so behandelt, als stünde er auf der Torlinie. Das ist nicht nur logisch, sondern auch eine absolut faire Regel. Denn andererseits könnte jede verteidigende Mannschaft bestimmte Situationen dazu nutzen, einfach eigene Spieler hinter die Torlinie zu schicken, um somit eine Abseitsfalle zu stellen.

Es ist auch unerheblich, dass Panucci nicht freiwillig dort liegengeblieben ist, sondern aufgrund einer Verletzung. Denn der Schiedsrichter kann das Spiel problemlos weiterlaufen lassen, da die Mannschaftsärzte den Spieler ohne Spielunterbrechung erreichen und behandeln könnten.

Hätte an Panuccis Stelle übrigens ein Niederländer gelegen, wäre dieser Spieler nicht im Abseits. Angreifern ist es gestattet, sich ins Toraus zu „retten“, um eine Abseitsstellung aufzuheben. Dort können sie nicht mehr ins Spiel eingreifen und dürfen auch erst wieder auf den Platz zurückkommen, wenn die Situation vorbei ist.

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