Beiträge von nolookpass

Tippspiel – Das Ende

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Der Spitzenreiter
Fernando Torres schoss nicht nur Spanien zum EM-Titel, sonder auch Who_ntelaar zum EM08-Blog-Tippspielsieger. Auf der Ziellinie war es schließlich der richtig Europameistertipp (als einziger auf Spanien gesetzt), der den Unterschied (76 Pkt.) zu el_chichi (65) machte. Wenn wir wissen, an wen, verschicken wir auch unausgepackte Weihnachtsgeschenke weiter gibt es auch Preise zu gewinnen.

nolookpass
Zweitbester Bonuspunktesammler, damit ohne einen einzigen Teiletappenerfolg immerhin auf Platz 3 gelandet (63). Das Problem: Setzte auf deutschen EM-Sieger und verbaselte damit gleich zwei Bonuskategorien. Ansonsten: Sehr zufrieden. Hatte aber auch nichts anderes erwartet.

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Prognostizierte den deutschen Vizemeistertitel und rutschte mit 50 Punkten somit noch auf den vierfach geteilten Platz 6. Tippte ein solides Turnier, verfehlte den Gang auf das Treppchen allerdings durch eine eher durchwachsene Finalrunde (nur 2 Punkte).

Und sonst so
Unübertroffen die Leistung von el_chichi, der am 1. Spieltag vier von acht Spielen korrekt tippte. Hätten da3nvy und Der Holländer die Bonustipps getippt, wäre mit ihnen zu rechnen gewesen.

Der abenteuerlichste Tipp
dazzler und keeframer sahen Österreich im Halbfinale.

Quelle

Der optimale Tippspiel-Rausschmeißer:

Das ist in der mitteleuropäischen „Wie gehts?“-Gesellschaft, die es in Wahrheit einen Scheißdreck interessiert, wie’s einem geht, sondern das als Floskel vor sich herträgt, natürlich schwierig – denn die, die sich vorher nichts angeschaut und überlegt haben, wollen sich natürlich ungern mit jemandem konfrontiert, der eine diesbezügliche Kompetenz ausstrahlt. Also umgibt man sich lieber mit Tippern.

Das ist ein Grundproblem unserer Gesellschaft, das sich quer durch alle Bereiche zieht, von High-Politics über die Kultur bis hin zum Fußball.

Feedbackbettelei


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Im Prinzip ist das EM08-Blog jetzt vorbei. Wir fanden es okay, für drei Schreiberlinge nicht vor Ort und auch sonst nicht unausgelastet. Na gut, und jetzt ihr:

Was war gut?
Was war schlecht?
Was war nötig?
Was eher nicht?
Was war zuviel?
Was zuwenig?
Was fehlte?
Was rockte?

Und – auch wenn so Erkundigungen eigentlich ja davor eingeholt werden sollten – als Königsfrage, sicher nicht nur für uns interessant: Wie sollte so ein optimales Sportereignisweblog aussehen, was sollte es können, was sollte es lassen, wer sollte es machen, wann sollte es beginnen, wo sollte es sein, wie sollte es sein, und außerdem generell.

Übrigens bietet dieser Beitrag die einmalige Möglichkeit, neben der Beantwortung vorstehender Fragen alles das in die Kommentare zu schütten, was ansonsten mit einem strengen Außerhalb des Themas! geahndet worden wäre.

Schreibt! Jetzt! Hier!

Was bleibt

spannung

Vorrangig junge Mannschaften und solche mit vielen Spielern der nationalen Ligen standen im Halbfinale.

Die White Stripes, Seven Nation Army, und Fußball – möget ihr in Frieden ruhen.

Warum gibt es eigentlich nicht mehr Jürgen Klopps?

Auch in Deutschland kann es nicht schaden, ab und an Standardsituationen einzuüben.

Türken, jdn. – jemanden in der Schlussphase eines Wettbewerbs unter widrigen Wetterbedingungen den Sieg rauben.

In der Qualifikation für die WM 2010 geht es gegen – Russland. Das IchlaufebismichalledesDopingsverdächtigen-Russland.

Der Unsympath Uefa zeigte seine Fratze am deutlichsten, als er Joachim Löw – ausgerechnet! – wegen irgendwas auf die Tribüne schickte und zusätzlich für ein Spiel sperrte.

Ohne England geht es auch. Irgendwo gelesen: Die Qualibezwinger Kroatien und Russland waren ein prima Ersatz.

Wenn selbst nach einem deutschen Augen-zu-und-durch-Sieg gegen Österreich gehupt wird, stimmt da etwas nicht.

Kann sich irgendjemand an richtig böshässliche Szenen erinnern? Ich nicht.

Siege in der Vorrundengruppe, so glamourös sie auch glänzen mögen, werden allgemein überbewertet.

Das Livebloggen kann bei manchen Spielen ganz schön anstrengend sein, bei manchen ist es schlicht Ersatz für nicht gebotene TV-Unterhaltung.

Origineller Torjubel: Gar nicht jubeln – der mit dem Zeige- oder sonstigen Finger auf dem Mund irgendjemandem etwas signalisieren.

Italien, Frankreich, Schweden, Tschechien – in vielen Belangen zu alt. Bei Griechenland – vor allem auch der Trainer.

16 Mannschaften und drei Wochen sind vollkommen genug. Hast du das, Platini?

Fußball ist eine Sportart, bei der es unter anderm auch darauf ankommt, den Ball schnell zu spielen. Zum Glück wussten und praktizierten das viele.

… darf fortgeführt werden

¡Felicitaciónes!

Wer jetzt kein Spanienfan ist und draußen herumfeuerwerkt, isst auch Schokoosterhasen zum Totensonntag. Knallköppe; nicht mal in Ruhe enttäuscht sein kann man mehr. Lahm, was zum Teufel …? Ach, naja. Spanien gewinnt gegen Deutschland mit einszunull, und dass rotgelbrot so verdammt verdient den Pott geholt hat, macht es gut erträglich. Ich glaube, irgendwann Mitte zweite Halbzeit hatten die Löwschen Bergsteiger auch mal eine Torchance. Den Spaniern kam zugute, dass in ihrer Mannschaft sehr viele sehr gute Fußballer mitgemacht haben. Gegen Ende des Spiels beschlich selbst eingefleischte DFB-Afficionados eine unangenehme Ahnung von einem in die Verlängerung gerumpeltes Finale, dass dann im Elfmeterschießen … aber dann ja doch nicht. Podolski konnte beim Danke, Fans!-sagen schon wieder ein wenig lächeln.

Sie sind Zweiter.

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Bimale

born

Fällt das Geburtsdatum eines Kindes auf den Vorabend eines bedeutenden Fußballturniers, liegt es nahe, später gewisse Spiel-Vorlieben hinsichtlich bunter Rundobjekte mit dieser chronologischen Nähe zu begründen. Auch das Geschlechterklischee Jungs spielen gern mit Bällen dient in solchem Fall als bewährte Rechtfertigung auf latente Elternehrgeizvorwürfe.

Fakt ist: Er schießt, prallt, kopfballt, baggert, er arbeitet an der Beidseitigkeit sowie der Direktabnahme, der klassische Hochschuss gelingt, aber nur, wenn die Kugel von einem elterlichen Ballhochhalterdeppen in zirka 13 Zentimetern Höhe präsentiert und rechtzeitig (rechtzeitig!) dann auch losgelassen wird, mittlerweile vergeht der Zehnminutenspaziergang am Fluss, ohne dass der Minihandball im selben versinkt; und ein Tag ohne Ball kann kein guter Tag sein.

Nun ist es utopisch, zu denken, die Europameisterschaft ginge an Kindern – mal ganz unabhängig von ihrer Ball-Affinität – komplett vorbei. Da wehen diese ganzen bunten Fahnen an den Autos, beim Schnellimbiss gibt es Fußball-Menüs, hin und wieder knallt und hupt es abends auf der Straße wie verrückt, und im Radio spielen sie Mitgröhlmusik.

Da muss es dann passiert sein.

Eine peppige Privatradio-Abmoderation auf eins der 27 offiziellen Turnierlieder beinhaltete jüngst ein fröhlich in den Tag gebrülltes Finale! oho! Finale – ohohoho, und schon war er da, der Kinderohrwurm. Wie bei der stillen Post änderten sich Tonalität, Intervall und Textkonsonanten mehrfach, doch die Vorfreude auf den sportlichen Höhepunkt der EM 2008 ist nicht zu verleugnen.