Die Bela-Réthy-Faktenmaschine #3

Heute: Niederlande


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Die Elftal hat ihre 15 Minuten EM-Ruhm eigentlich schon mit der legendären Direktabnahme ihres heutigen Trainers anno ’88 bekommen. Marco van Basten macht derzeit den Rijkaard und spuckt jedem in die Locken, der nicht rechtzeitig von selbst zurücktritt. Van Bommel, van Nistelrooy und jüngst Arjen Robben sind schon ein wenig feucht auffem Koppe. Nach der EM wechselt van Basten zu Ajax Amsterdam.

Der Luca Toni Hollands heißt Ruud van Nistelrooy: beide 31 Jahre alt, groß, dunkellockig, torgefährlich. Ruud heißt eigentlich Rutgerus Johannes Martinus, und wenn das jetzt kein Fakt für Globetrotter Bela Réthy war, ja dann weiß ich auch nicht. Van Nistelrooys Achillesferse ist sein rechter Knöchel, nach der OP im Februar könnte ein falsches Tackle von Cannavaro im ersten Spiel gegen Italien das Ende bedeuten – für van Nistelrooy (verletzt), Cannavaro (dunkelrot, 2 Spiele Sperre), oder für beide.

Mit Deutschland verbindet die nach ihrem Königshaus meist orange gewandeten Niederländer eine intensive Geschichte. Ein Finale verloren (74), ein Halbfinale gewonnen (88), im Viertelfinale gegen Klinsmann rausgeflogen (90), eine Webseite geschaltet (06).
Bei der EM könnten beide Teams frühestens im Finale aufeinandertreffen, was zum einen spielplanerischer Bockmist sowie außerdem sehr unwahrscheinlich ist.

Die bemerkenswertesten Ergebnisse der niederländischen EM-Qualifikation waren ohne Frage die beiden durch drückende Überlegenheit, dominierendes holländisches Kurzpassspiel und überirdischen Teamgeist erzwungenen und schon jetzt legendären 1:0 (1:0)-Kantersiege über die hochfavorisierte, aber dennoch dem orangenen Powerfußball haushoch unterlegenen Weltklasseauswahl aus dem Lande Luxemburg.