… präsentieren ein gutes Dutzend Fernseh- und Online-Sender, 100 Journalisten und der DFB-Produzent Sportcast in Zusammenarbeit mit den Protagonisten vor den TV-Linsen ein wunderbares Beispiel neumedialer Verschwendung. Sie schleppen tonnenweise Ü-Technik auf den höchsten Berg Deutschlands, um der Nation mitzuteilen, welche Fußballer beim kommenden Europaturnier mitspielen.
Hätten es ein riesiger alpinesker Hintergrund, die Klimaanlage auf „äußerst kalt“ und eine Schneekanone an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise nicht auch getan? Warum ergibt diese Suchanfrage erst einen irrelevanten Treffer? Und was macht der DFB vor den nächsten Turnieren?
Wir haben nach einem attraktiven Platz gesucht, der Deutschland geographisch und symbolisch mit den beiden Ausrichterländern verbindet.
Geographisch und symbolisch verbunden, soso, nominieren sie in zwei Jahren dann in einem Biergarten in Deutsch-Ostafrika? Und was vor der EM in Polen und der Ukraine an geografischen und symbolischen Verbindungen ausgemacht wird, möchte man sich gar nicht vorstellen.
Wir jedenfalls werden morgen mittag schön auf dem Boden bleiben, hier das Liveblogdingens anschmeißen, ein wenig über die korrekte Knotung des obligatorischen Löw-Schals diskutieren, die staatstragende Inszenierung einer an sich schlichten Nennung von ein paar Namen beklagen, und, wenn wir gute Laune haben, also ganz bestimmt, den deutschen Kader anhand der Faktoren Turnier- und Titeltauglichkeit, Teamfähigkeit sowie äußere Attraktivität (spätestens hier wäre ein gewisser Grad an ästhetischer Kommentatorenkompetenz äußerst nützlich) einordnen.
Und danach … macht jeder seins.
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