Testspielstimmen SUI-GER


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Jakob Kuhn sagt, wie es war:

Da gibt es nicht viel schön zu reden. Deutschland war uns in fast allen Belangen überlegen und wir haben noch kräftig mitgeholfen. Das war fast amateurhaft.

Trainer Baade schreibt Netzbriefchen, u.a. an den Joachim:

Lieber Jogi Löw, dass Du Piotr Trochowski immer noch nominierst, ist nicht Dein Ernst, oder? Der Schal war aber schön (schöner sogar noch als Hansis Schal) und dass Du uns heute mit Deinem Westchen an einen der Totengräber aus den Lucky-Luke-Comics erinnert hast, wird Dir auch verziehen, sofern Du weiterhin auswärts nicht verlierst. Das wäre ab dem 8. Juni ganz wichtig.

Malte Welding dann doch noch mal zur T-Frage:

Aber es führt kein Weg dran vorbei – soll weiterhin das Leistungsprinzip gelten und die Nationalmannschaft nicht zur Meritokratie werden, dann muss Lehmann zuhause bleiben (wenn er verspräche, brav zu bleiben, könnte man ihn auch mitnehmen, aber Robert Enke ist eher zuzutrauen, sich freundlich lächelnd auf die Bank zu setzen).

Auf dem Stammplatz fühlt man sich wohl wie mit Omas Mohnkuchen:

Beim Spiel der Nationalmannschaft gestern gegen die Schweiz war es wieder da, dieses wohlige Gefühl wie damals in den Spielen unmittelbar nach der WM 2006, als man wußte, egal wer da kommt, er verliert.

Beim Runden Leder glitten die Kommentare im Laufe des Abends ins Resignative:

Wenn Barnetta links und rechts im Mittelfeld und im Sturm gleichzeitig spielen könnte, dann, ja dann, wäre das eventuell was mit unserer Nationalmannschaft.

Hinter der Grenze verfällt man angesichts des 3:4 ins Religiöse:

5.) Du sollst begreifen, dass ein Spiel länger als 60 Minuten dauert.
6.) Du sollst Prödl und Harnik klonen.
7.) Du sollst primär auf aktuelle Legionäre setzen, sekundär auf zukünftige Legionäre (Prödl, Säumel).

Herr Blumenau entdeckt bei seiner Analyse ein österreichisches Taktik-Wunder:

Trainer Hickersberger, den ich in diesem Journal gern Herrn Hickersberger nennen würde, hatte dieselbe strategische Marschroute festgelegt wie gegen Deutschland. Er hatte aber anderes Personal zur Verfügung (keinen Stranzl etwa) und verfiel deshalb auf eine Variante, die mir einige Minuten lang den Atem verschlug: er, Herr Hickersberger, ließ sein Team etwas unmögliches, nämlich ein 4-5-2 spielen.

Das Vergraulungspotential von Johannes, Urs und Bela ist offenbar noch nicht ausgeschöpft:

Am Mittwochabend bewies das ZDF wieder einmal, dass nicht die Bundesliga, der DFB-Pokal, der Uefa-Cup oder die Champions League die meisten Zuschauer anzieht, sondern immer noch die Nationalmannschaft. Obwohl es sich bei der Partie Schweiz – Deutschland nur um ein Testspiel handelte, waren die Quoten hervorragend.

Kommentator #6 namens arkadenfeuer beim Direkten Freistoß:

“tranquillo barnetta, ist das 0:4 ein herber rückschlag für die em?” – man sitzt als interessierter laie vor dem fernsehschirm und wartet sehnsüchtig auf den moment, in dem ein mit strunzdummen fragen dieses kalibers belästigter spieler mal dem reporter sein mikrofon entwindet und es diesem in den verdauungstrakt einführt.

Kittyluka beim gestrigen hiesigen Livegeblogge:

Könnt ihr mal kurz die Tasten still halten, ich kann gar nicht lesen, was bisher alles passiert ist…

Herr Wieland ebendort:

Ob sich Lehmann die angedeutete Tonsur absichtlich ausdünnt? Das einzig interessante am 80er-Style-Kopp.

Der Spielmacher hält offenbar wenig von Herrn Kuranyi:

Kaum bin ich pullern, ist der Kevin drin. Gomez ist draussen und damit sollte das Endergebnis von 0:3 endgültig feststehen.

Avakian zum Löw-Umhalser:

Das ist der Meisterschaftsschal, das Puzzlestein, dass Klinsi gefehlt hat.

Testspielstimmen Österreich – Deutschland? Bitte hier entlang.


7 Antworten auf “Testspielstimmen SUI-GER”


  1. 1 gitti 27. März 2008 um 17:05 Uhr

    das glück, das österreich gestern im spiel gegen holland hatte, wird es auch im spiel gegen deutschland bei der em haben und den vorsprung irgendwie hinüber retten und dann heißt es: ihr könnt nach hause fahrn, ihr könnt nach hause fahrn ;)

  2. 2 Spielmacher 27. März 2008 um 17:48 Uhr

    Ich lese den darüberstehenden Kommentar einmal…ich lese ihn noch einmal…ich lese ihn auch ein drittes Mal. Aber ich verstehe ihn nicht.

  3. 3 LAN 27. März 2008 um 19:49 Uhr

    In hoffentlich für unsere deutschen Freunde verständlicherer Form:
    16.6., Österreich geht gegen Deutschland mit 3:0 in Führung und behält diese Führung bis zum Abpfiff, woraufhin sich Kroatien und Österreich für das Viertelfinale qualifizieren. Die Deutschen (abgesehen von jenen, die in Wien studieren, arbeiten oder leben) können dann wieder heimfahren.

  4. 4 nolookpass 27. März 2008 um 20:44 Uhr

    Sorry, aber wir werden gegen euch nicht mit einem Ersatztorwart antreten. Und selbst wenn, ist der immer noch tausendmal schöner dreimal besser als der niederländische. Frechheit, sowas.

  5. 5 Spielmacher 27. März 2008 um 21:12 Uhr

    das glück, das österreich gestern im spiel gegen holland hatte, wird es auch im spiel gegen deutschland bei der em haben

    Und ich verstehe den Satz immer noch nicht. Welches Glück? Dass sie 3:4 verloren haben? Dass die Holländer mit dem dritten Torwart da waren, der nicht mal seine Wohnmobiltür festhalten könnte, wenn ein laues Lüftchen weht? Ich weiß worauf Gitti hinaus will, aber widerspricht sich in ihrem Kommentar nicht alles?

  6. 6 nolookpass 27. März 2008 um 21:28 Uhr

    Hmm, Glück war wohl für sie schon, überhaupt dreimal getroffen zu haben. Wieviel Bier waren es gestern eigentlich noch?

  7. 7 Spielmacher 27. März 2008 um 22:16 Uhr
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