Testspiele vom 6. Februar

Gestern haben sich in Europa nicht nur Österreich und Deutschland dilettiert duelliert, sondern es gab weitaus interessantere Partien, die im deutschsprachigen Raum leider etwas untergegangen sind.

Kroatien – Niederlande 0:3 (0:2)

Kroatien: Pletikosa – Simunic, Simic (47. Pranjic), R. Kovac (69. Knezevic), Corluka – N. Kovac (70. Leko) – Krancjar (46. Olic), Modric, Srna (86. Babic) – Petric, Eduardo (71. Rakitic)
Niederlande: van der Sar – van Bronckhorst, Melchiot (71. de Jong), Mathijsen, Heitinga – de Zeeuw, Sneijder, de Cler, Babel (55. Afellay), Huntelaar (75. Emanuelson), van der Vaart (84. Vennegoor of Hesselink)
Tore: 0:1 Heitinga 9., 0:2 Huntelaar 36., 0:3 Vennegoor of Hesselink 88.
Besondere Vorkommnisse: keine
Das Spiel war vorbei, als: Huntelaar nach einer kläglichen Abwehrleistung leicht und locker zum 0:2 einschieben konnte.

Kroatien, in der Vorrunde Gegner der Deutschen Mannschaft, verlor gestern abend auch in der Höhe verdient gegen die Niederlande. Besonders die Abwehr – speziell die in der Bundesliga tätigen Josip Simunic (Hertha BSC) und Robert Kovac (Borussia Dortmund) – scheint durch fehlende Schnelligkeit und mangelnde Abstimmung internationalen Ansprüchen nicht mehr zu genügen. Aus Zweikämpfen gegen die jungen und beweglichen Holländer Huntelaar, van der Vaart und Sneijder gingen sie regelmäßig als Verlierer heraus. Alle drei Tore resultierten aus flachen Hereingaben von außen, die die Stürmer problemlos im Tor unterbringen konnten. Schaffen es die Kroaten bis zur EURO nicht, ihre Defensivschwäche abzustellen, werden sie es in der Gruppe B schwer haben, den zweiten Platz zu erreichen.
Über die Stärke der Niederländer lässt sich nach dem Spiel nicht viel sagen, denn sie wurden defensiv kaum gefordert. Mladen Petric (Borussia Dortmund), Eduardo (Arsenal London) und später Iviva Olic (Hamburger SV) blieben das gesamte Spiel über blass. Drei Tore in einem Spiel schießen Holländer auch selten, so dass man noch die kommenden Testspiele abwarten muss, um eine Einschätzung abgeben zu können, ob die Niederländer in der Gruppe mit Italien, Frankreich und Rumänien eine realistische Chance auf ein Weiterkommen haben.

Tschechien – Polen 0:2 (0:2) – Viernationenturnier auf Zypern

Tschechien: Cech – Pospech, Rozenhal, Grygera, Ujfalusi (46. Kadlec) – Polak – Plasil (84. Kulic), Matejovsky, Sionko (76. Vicek)
Polen: Boruc (48. Fabianski)- Wasilewski, Bronowicki (77. Wawryzniyak), Bak (46. Jop), Dudka – Smolarek (67. Zahorski), Lewandowski, Krzynowek – Lobodzinski (83. Majewski) – Zewlakow, Wichniarek (47. Zurawski)
Tore: 0:1 Lobodzinski 6., 0:2 Lewandowski 29.
Besonderes Vorkommnis: Boruc hält Elfmeter von Jan Koller
Das Spiel war vorbei, als: Jan Koller in der 33. Minute den Elfmeter vergab und das Anschlusstor verpasste

Türkei – Schweden 0:0

Türkei: Volkan – Hakan, Zan, Cetin, Gökhan Günül – Hamit Altintop, Aurelio, Bastürk, Emre, Halil Altintop – Kahveci
Schweden: Isaksson – Nilsson (83. Concha), Hansson, Majstorovic, Stoor (62. Safari) – Bakircioglu (73. Holmén), Källström, Svensson, Larsson – Rosenberg (46. Elmander), Berg
Tore: keine
Besonderes Vorkommnis: keins
Das Spiel war vorbei, als: der Schiedsrichter ein schwaches Testspiel abpfiff

Italien – Portugal 3:1 (1:0) – in Zürich

Italien: Amelia – Zambrotta (29. Grosso), Barzagli (53. Perrotta), Cannavaro, Oddo – Di Natale, Pirlo, De Rossi (53. Gamberini), Ambrosini, Palladino (77. Quagliarella) – Toni (71. Borriello)
Portugal: Ricardo – Caneira (46. Ferreira), Alves, Carvalho, Bosingwa – Quaresma, Maniche (62. Meireles), Deco (46. Nani), Petit (46. Meira), Ronaldo – Makukula (56. Almeida)
Tore: 1:0 Toni 45., 2:0 Pirlo 50., 2:1 Quaresma 77., 3:1 Quagliarella 79.
Besonderes Vorkommnis: Cristiano Ronaldo kann an seine Monsterform in der englischen Liga nicht anknüpfen
Das Spiel war vorbei, als: der nur eine Minute zuvor eingewechselte Quagliarella kurz nach dem Anschlusstreffer für Portugal mit dem 3:1 alle gegnerischen Hoffnungen begrub

Spanien – Frankreich 1:0 (0:0)

Spanien: Casillas – Capdevila, Marchena (46. López Ruano, 76. Juanito), Albiol, Ramos (46. Ibáñez) – Riera (46. Villa), Xavi, Iniesta, Fabregas – Torres (24. Güiza)
Frankreich: Coupet – Abidal, Gallas, Thuram (46. Escudé), Sagnol – Malouda, Diarra, Vieira (82. Ben Arfa), Toulalan – Henry, Anelka (60. Benzema)
Tore: 1:0 Capdevila 80.
Besonderes Vorkommnis: Spanien spielte in Gelb, Frankreich in Rot
Das Spiel war vorbei, als: die Franzosen sich dafür entschieden, die roten Trikots anzuziehen. Das konnte nicht gut gehen.

England – Schweiz 2:1 (1:0)

England: James – A. Cole (73. Bridge), Upson, Ferdinand, Brown – Barry (73. Hargreaves), Jenas (56. Wright-Phillips), Cole (56. Crouch), Gerrard, Bentley – Rooney (87. Young)
Schweiz: Benaglio – Spycher, Eggimann, Senderos (55. Grichting), Lichtsteiner (46. Behrami) – Gygax (46. Vonlanthen), Gelson (83. Huggel), Yakin, Inler, Barnetta – N‘Kufo (46. Derdiyok)
Tore: 1:0 Jenas 40., 1:1 Derdiyok 56., 2:1 Wright-Phillips 61.
Besonderes Vorkommnis: Die Englischen Fans sind trotz der verpassten Qualifikation reichlich ins Stadion gekommen, um ihre drei Löwen zu unterstützen.
Das Spiel war vorbei, als: der kurz zuvor eingewechselte Shawn Wright Phillips nur fünf Minuten nach dem Ausgleich das 2:1 erzielen konnte

Das erste Spiel der Engländer nach der verpassten Qualifikation zur EM verlief holprig, aber letztendlich erfolgreich. Der neue Trainer Fabio Capello musste auf ein paar verletzte Spieler und verzichteten und lud David Beckham nicht ein. Viel Einfluss hat er in der kurzen Zeit noch nicht gehabt, denn die Engländer spielten über lange Zeit des Spiels recht kopflos. Steven Gerrard versuchte das Spiel in der Zentrale zu lenken, aber er ist kein richtiger Spielmacher und konnte nicht überzeugen.
Die Schweizer sind trotz der Niederlage auf einem richtigen Weg, denn sie haben sich im Gegensatz zur Deutschen Nationalmannschaft kein Fallobst als Testspielgegner bis zum Turnier ausgesucht, sondern messen sich mit den Favoriten. Gegen England wäre mehr drin gewesen, hätten die Schweizer in der Offensive mehr Druck auf die traditionell nicht immer sichere Abwehr (plus Torwart) des Gastgebers ausüben können. Die neue Nummer 1 Diego Benaglio, in unserem beschaulichen Blog vor kurzem noch mit Hohn und Spott überhäuft, hinterließ einen richtigen starken Eindruck. Wenn Philipp Senderos von Arsenal London nach seiner langen Verletzungspause bis zum Turnier wieder in Topform ist, dann wird es schwer sein, gegen die Schweiz Tore zu erzielen.

Griechenland – Finnland 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Litmanen 66., 1:1 Charisteas 67., 2:1 Katsouranis 72.
Das Spiel war vorbei, als: Griechenland innerhalb von fünf Minuten aus einem 0:1 ein 2:1 machte.

Israel – Rumänien 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Golan 25.
Das Spiel war vorbei, als: Israel kurz nach der roten Karte für den Rumänen Ovidiu Petre das 1:0 erzielten


2 Antworten auf “Testspiele vom 6. Februar”


  1. 1 Spiel-dich-schön » Die Relationen… - Spiel mit Opfern Pingback am 08. Mai 2008 um 6:08 Uhr
  2. 2 Euromanie // Nachspiel Pingback am 06. Juni 2008 um 19:25 Uhr
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