Die EM-Stadien – Schweiz

An dieser Stelle hatten wir bereits einen genauen Blick auf die vier Spielstätten in Österreich geworfen. Heute stellen wir die vier Schweizer Stadien vor, die während der EURO08 Austragungsorte sein werden.

  • St. Jakob-Park, Basel
  • Tivoli-Neu, InnsbruckIn Basel wird am 7. Juni das Eröffnungsspiel der EURO08 stattfinden. Mit insgesamt sechs Partien ist Basel der Hauptaustragungsort in der Schweiz. Die Schweizer Nationalmannschaft trägt dort alle drei Vorrundenspiele ihrer Gruppe A aus. Darüberhinaus werden im St. Jakob-Park noch zwei Viertelfinalspiele und ein Halbfinale ausgetragen.
    Der St. Jakob-Park, im Volksmund „Joggeli“ genannt, fasst während der Europameisterschaft 42500 Plätze. Besonderes Kennzeichen der Arena ist die an die Allianz-Arena in München angelehnte Beleuchtung der Galerie. Zu Spielen der Nationalmannschaft oder des Heimvereins FC Basel wird die Arena in entsprechendes Licht gehüllt. Das Stadion wurde zwischen 1999 und 2001 neu gebaut und ist der Nachfolger des alten St. Jakobstadions, das für die WM 1954 errichtet wurde und unter anderem Spielstätte für die Deutsche Nationalmannschaft auf ihrem Weg zum WM-Titel war.

    Weiterführende Links: Das Stadion bei Google Maps, das Stadion bei Wikipedia, die Homepage des Stadions.

  • Letzigrund, Zürich
  • Tivoli-Neu, Innsbruck Das Letzigrund in Zürich ist das wohl schönste Stadion der EURO08. Ursprünglich sollten die drei Vorrundenspiele des Turniers, die in Zürich stattfinden, im Hardturm-Stadion ausgetragen werden. Jedoch verhinderte eine Bürgerinitiative die rechtzeitige Fertigstellung des Neubaus, so dass man nun auf das neugebaute Leichtathletikstadion Letzigrund ausweicht.
    Das Letzigrund wurde im August 2007 fertiggestellt und steht auf dem Grundstück des alten Letzigrund, das von 1925 bis 2006 existierte. Zur EURO08 werden 30000 Zuschauer in dem Stadion Platz finden, das aufgrund seiner 31 hoch aufgeschossenen Scheinwerfer den Beinamen „Geburtstagstorte“ trägt.

    Weiterführende Links: Das alte Letzigrund-Stadion bei Google Maps, das Stadion bei Wikipedia, die Homepage des Stadions.

  • Stade De Suisse Wankdorf, Bern
  • Tivoli-Neu, Innsbruck Im 2005 neugebauten Wankdorf-Stadion gibt es etwa 31000 Sitzplätze. Während des Turniers finden dort drei Vorrundenspiele der Gruppe C statt. Wie auch im EM-Stadion Salzburg wird für die Dauer der Europameisterschaft auf den vorhandenen Kunstrasen ein Naturrasen ausgelegt.
    Eine Besonderheit des Stadions ist die integrierte Schule und das ins Stadiondach integrierte Sonnenkraftwerk, das pro Jahr etwa 700000 kWh produzieren kann.
    In Deutschland legendär ist das alte Wankdorf-Stadion, in dem Deutschland am 4. Juli 1954 durch ein 3:2 über Ungarn sensationell Fußball-Weltmeister wurde.

    Weiterführende Links: Das Stadion bei Google Maps, das Stadion bei Wikipedia, die Homepage des Stadions.

  • Stade de Genève, Genf
  • Tivoli-Neu, Innsbruck Das Stade de Genève liegt in der Gemeide Lancy, unweit der Kantonshauptstadt Genf, im französischsprachigen Teil der Schweiz. Es wurde im Jahr 2003 fertiggestellt und ist das Heimstadion des Schweizer Erstligisten Servette Genf. 30084 Zuschauer passen in das Stadion. Drei Vorrundenspiele der Gruppe A finden im Stade de Genève statt, jedoch keines mit Schweizer Beteiligung.

    Weiterführende Links: Das im Bau befindliche Stadion bei Google Maps, das Stadion bei Wikipedia, die Homepage des Stadions.

    Alle Fotos des Beitrags stammen von flickr: Basel – keepthebyte, Bern – bingisser, Genf – wijnant, Zürich – KatColorado


    2 Antworten auf “Die EM-Stadien – Schweiz”


    1. 1 Hirngabel 04. Dezember 2007 um 17:39 Uhr

      Wie kommt man dazu ein Stadion mit Laufbahn als „schönstes Stadion der EM“ zu bezeichnen?
      (Ich kenne es nicht, ist also aufrichtiges Interesse, kein ironischer Kommentar.)

    2. 2 Spielmacher 04. Dezember 2007 um 20:54 Uhr

      Mit „schön“ meine ich nicht die beste Fußballarena, sondern das optisch schönste. Zum einen finde ich die Lichtinstallation sehr stylisch. Das flache, geschwungene Dach lässt das Stadion kleiner wirken als es ist.

      Natürlich ist die Laufbahn für Fußball ungeeignet. Unter Umständen geht dadurch auch Stimmung flöten.

      Ich finde das Stadion aber vom Gesamtkonzept stimmig. Der Architekt hatte eine Idee, die er dann durchgezogen hat:

      Der Letzigrund ist ein multifunktionales, multikulturelles Stadion. Es wurde für unterschiedliche Nutzungen konzipiert, also nicht nur für den Fußball. Es muss für die Leichtathletik genauso funktionieren wie für ein Rockkonzert. Wichtig war uns aber vor allem – und das ist der große Unterschied –, dass die Interessen der Bevölkerung in der Nachbarschaft des Stadions zur Geltung kommen – und nicht nur die Auflagen von so seltsamen Organisationen wie der Uefa oder der Fifa. Und gerade das machte die Gestaltung unseres Stadions besonders schwer. Es mussten eben sehr viele Interessen bedient werden.

      […] Wir hatten im Letzigrund zum Beispiel nur die von der Uefa geforderte Mindestanzahl von zwölf VIP-Logen eingeplant. Unser Stadion legt dafür mehr Wert auf eine offene Struktur. Offen für die Bevölkerung, die hier täglich von sieben Uhr bis Mitternacht von jeder Ecke aus in das Stadion reingehen, flanieren und Sport treiben kann. Man kann sich in der Woche auch einfach auf die Tribüne setzen, picknicken und den Sonnenuntergang genießen. Es ist sogar möglich, über eine kleine Rampe das Stadion zu durchschreiten, wenn man auf die andere Seite des Quartiers will. Die Stadt ist der Zaungast des Stadions. Und wer im Stadion ist, der ist gleichzeitig auch in der Stadt. Das Stadion gleicht einer begehbaren Skulptur und ist kein Topf mit einem Deckel drauf.

      Quelle: taz-Interview mit dem Architekten des Letzigrund-Stadions Eraldo Consolascio

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