Archiv für Oktober 2007

Also … *räusper*

… *hust* dass hier vielleicht einiges nicht mehr so aussieht wie vorher, könnte daran liegen, dass ein Unwürdiger backuplos am Template rumgefummelt hat …

*hektisch nach Ausrede such*

… im Prinzip wollte er doch für den Lernenden nur einen CSS-Ernstfall produzieren. *Schweißabwisch*
*Schwurableg niemals mehr in Comicsprache zu dilettieren*

Pinkeln in der Fankurve

Dass darauf noch niemand gekommen ist. Dekaden vergingen, und das Fußballpublikum verplemperte Zeit mit Amkloanstehn oder Pinkelplatzsuche, anstatt Fächer zu simpeln, neue Fangesänge zu üben und die Polizei zu ärgern. Dabei ist es so einfach: Ein Chemo-Beutel, rein das Gehängsel, Wassermarsch, fertig. Die Erleichtung passiert ganz diskret unterm Fanschal, und die Gehängsellosen können sich das komplette Toilettenarsenal untereinander aufteilen.

Nein, da muss erst EM-Favorit Österreich daherkommen und diese praktischste Fußballstadion-Erfindung seit der Flutlichtlampe präsentieren. Die Freunde des Olfaktorischen werden`s danken, auch solch doofe Begebenheiten wie das blasenbedingte Verpassen des soeben gefallenen Tor des Jahres gehören mit dem EM-Urinbeutel endlich der Vergangenheit an. Und da die Pisse zu Gel erstarrt (ein Hoch auf Polymerkristalle!), sollte somit auch die Frisurfrage geklärt sein.


foto_flickr

England schon abgeschrieben

Nummer Eins ist Nummer Drei

Der Lehmannjens wurde von Onkel Arsene, seines Zeichens Arsenals Trainer, auf die Tribüne gesetzt. Weil der Lehmannjens der schlechteste von drei Weltklassetorhütern sei.

Wenn jetzt noch der Hildebrandtimo bei Valencia seinen Platz für den alten Blonden räumen muss, dann kann es schnell passieren, dass der Löwjogi dem Enkerobert ein Päckchen schickt, in dem ein Torwarttrikot mit der Eins drauf ist.

Der Engländer

Ich habe zurzeit hin und wieder etwas mit einem Engländer zu tun. Einem waschechten Lehrbuch-Engländer, mit leicht angesnobten Akzent (Oxford!), temporärem Verschmitztgrinsen (Humor!) und geschmacksnervenzerfetzenden Essgewohnheiten (Pfuideibel!). Dennoch ein netter Kerl, dem man eigentlich nichts Böses wünschen möchte.

Das letzte Mal haben wir uns am Mittwoch gesehen. Nicht unwichtig vielleicht, dass des Engländers Nummernschild die Zahl 66 ziert und er mich gleich nach der Begrüßung ungeduldigt fragte, ob ich denn wisse, wie es gerade in Moskau … Ich wußte es und sagte: „One goal in Moscow, a very beautiful one.“ Nach einer Kunstpause, die ihren Namen ehrlich verdient hatte, fügte ich nur ein leises „Rooney“ hinzu und erfreute mich an seiner schlaghaft einsetzenden Bestlaune.

Dann ging es an die Arbeit, und es hätte am frühen Mittwochabend keinen Motivierteren geben können als Mister Robson. Bevor wir uns verabschiedeten, wollte er noch das Endergebnis wissen. Als ich jenes in Erfahrung brachte, hoffte ich in einem Anflug von Harmoniebedürfnis noch kurz, dass seine die Grenze zur Fußballarroganz ankratzende Beiläufigkeit, mit der er nach dem Ergebnis (aber eigentlich nach der Höhe des Sieges) gefragt hatte, nicht umgehend vom Fußballgott bestraft würde.

„Two one.“

Kunstpause.

„For Russia.“

Der Engländer lachte. Kurz, stoßweise, dabei leiser werdend. Er fragte einen Umstehenden, dabei auf mich zeigend: „He is famous for joking, isn‘t he?“ Dann begriff er, und sein Abend war erledigt. Er wusste sofort, dass nun alles an Israel hängt, und das machte ihn nicht zuversichtlicher. Wir smalltalkten noch kurz, eigentlich hätte ich ihn jetzt fantastisch necken können, aber mir war nicht danach. Als er mir ein Goodbye hinterherrief, hörte er sich sehr müde an. Auf dem Heimweg fuhr er vor mir, die 66 auf seinem Nummernschild leuchtete matt im Rückschweinwerferlicht.

Dann setzt der Regen ein.